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OECD-Musterabkommen 2025: Welche Auswirkungen hat internationales Homeoffice auf Unternehmen?

Nikolaj Milbradt, Steueranwalt und Partner bei Coffra group, hat kürzlich gemeinsam mit Nina Schütte, Partnerin bei Moore BRL (Hamburg), einen Fachartikel im Magazin CONTACT (März 2026) veröffentlicht. Der Beitrag analysiert die wichtigsten Entwicklungen des OECD-Musterabkommens 2025, mit besonderem Fokus auf die steuerlichen Auswirkungen von internationalem Homeoffice.

Internationales Homeoffice: eine zentrale steuerliche Herausforderung

Mit der zunehmenden Verbreitung von mobilem Arbeiten sind immer mehr Arbeitnehmer aus einem anderen Land als dem ihres Arbeitgebers beruflich tätig.

Dies wirft eine zentrale Frage der internationalen Besteuerung auf: In welchem Staat wird das Unternehmen steuerpflichtig?

Die Antwort hängt maßgeblich von dem Begriff der Betriebsstätte ab, der durch das OECD-Update 2025 weiter präzisiert wurde.

Betriebsstätte: Was sich durch das OECD-Modell 2025 ändert

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die mögliche Qualifizierung des Wohnsitzes eines Arbeitnehmers als steuerlicher Anknüpfungspunkt für das Unternehmen.

Nach den neuen Leitlinien gilt:

  • Bei weniger als 50% der jährlichen Arbeitszeit in einem Staat → in der Regel keine Betriebsstätte
  • Bei mehr als 50% → ist eine vertiefte Analyse erforderlich, insbesondere im Hinblick auf eine tatsächliche wirtschaftliche Tätigkeit (z. B. Betreuung von Kunden oder lokalen Projekten).

Diese Klarstellung sorgt für mehr Rechtssicherheit, erfordert aber gleichzeitig erhöhte Wachsamkeit seitens der Unternehmen.

Konkrete Auswirkungen für internationale Unternehmensgruppen

Die neuen Regelungen haben direkte Auswirkungen auf:

  • internationale Steuerstrategien
  • die Gewinnallokation
  • die Organisation von grenzüberschreitender Arbeit
  • die Mobilitätsrichtlinien von Unternehmen

Insbesondere Industrie-, Energie- und Technologieunternehmen sind hiervon stark betroffen

Wichtige Entwicklung für bestimmte Branchen

Darüber hinaus sieht das OECD-Modell die Möglichkeit vor, dass Staaten spezifische Schwellenwerte für Rohstoffindustrien (Bergbau, Öl, Gas) festlegen.

Dadurch können Staaten Gewinne bereits ab einer bestimmten Tätigkeitsdauer besteuern und so einen größeren Anteil der Wertschöpfung im eigenen Land sichern

Warum dieses Thema für Ihr Unternehmen entscheidend ist

Für Unternehmen mit Mitarbeitern im Ausland bedeutet dies:

  • eine Analyse steuerlicher Risiken im Zusammenhang mit Homeoffice
  • eine Überprüfung internationaler HR-Strategien
  • eine frühzeitige Identifikation möglicher Steuerpflichten

Internationales Homeoffice ist somit nicht mehr nur ein HR-Thema, sondern ein strategisches Steuer- und Compliance-Thema.

Unsere Unterstützung

Die Teams von Coffra group unterstützen Unternehmen bei allen Fragen der internationalen Steuerstrukturierung, insbesondere:

  • Analyse des Betriebsstättenrisikos
  • Strukturierung grenzüberschreitender Aktivitäten
  • Beratung zur internationalen Mitarbeitermobilität
  • Koordination mit internationalen Partnern

Das Thema interessiert Sie?

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Nikolaj MILBRADT

Partner, Avocat au Barreau de Paris

„Ich begleite Unternehmen und deren Führungskräfte seit über zwanzig Jahren in steuerlichen Fragestellungen, insbesondere im Gesellschaftssteuerrecht, Steuerstreitigkeiten, Umstrukturierungen, Verrechnungspreisen und der Strukturierung grenzüberschreitender Investitionen – mit einem pragmatischen Ansatz, der die Einhaltung lokaler und internationaler Vorschriften sicherstellt.“
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Nikolaj MILBRADT
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