Beim Forderungsverzicht verzichtet der Gläubiger zunächst auf eine bestehende Forderung gegenüber dem Schuldner. Im Konzern betrifft dies häufig Forderungen einer Muttergesellschaft gegenüber einer Tochtergesellschaft.
Eine „clause de retour à meilleure fortune“ sieht vor, dass der Schuldner später wieder Zahlungen leisten muss, wenn seine wirtschaftliche Lage die im Vertrag festgelegten Voraussetzungen erfüllt.
Für die französische steuerliche Behandlung sind damit zwei Zeitpunkte voneinander zu unterscheiden:
- der ursprüngliche Forderungsverzicht;
- der spätere Eintritt des Besserungsfalls.
Diese beiden Vorgänge dürfen steuerlich nicht getrennt voneinander betrachtet werden.